Zur Bedeutung des konfessionellen Religionsunterrichtes

Nicht nur in Deutschland gab und gibt es immer wieder Versuche, den Religionsunterricht zu entkonfessionalisieren und stattdessen einen vermeintlich neutraleren religionskundlichen und religionswissenschaftlichen Unterricht anzubieten. Doch genauso wenig wie es DEN Islam oder DAS Judentum gibt, so gibt es das nicht das EINE Christentum. Christliche Religion zeigt sich immer wieder als in Konfession gelebte Religion, sei diese nun katholisch, evangelisch oder auch griechisch-orthodox. Das Lernen von, das Reden über und das Positionieren zu Religion gelingt also besser, wenn man einen gemeinsam Startpunkt oder Bezugsrahmen hat, von dem aus man das größere Ganze in den Blick nehmen kann. Hans Mendl weist zu Recht daraufhin, dass „(i)m Unterschied zu einem religionskundlichen Konzept (…) die Lehrenden in ihrer konfessionellen Positionalität (bei aller notwendigen individuellen Ausprägung!) und auch die Schülerinnen und Schüler in der Auseinandersetzung mit der eigenen Konfession gefordert (sind)“. (Hans Mendl, Religionsdidaktik kompakt, München 2011, S. 27). Das bedeutet jedoch nicht, dass auch bzw. gerade am FRG die Türen für konfessionell-kooperative Phasen des RU zu sind. Die Zusammenarbeit mit der evangelischen Religionslehre ist uns schon daher wichtig, weil unsere Gottesdienste stets in ökumenischer Kooperation geplant, durchgeführt, ja gelebt werden. Auch der interreligiöse Dialog mit jüdischen und muslimischen SchülerInnen wird am FRG besonders groß geschrieben.