Exkursion nach Essen

„Altindustrielle Räume im Wandel – Die Stadt Essen als Beispiel für den Strukturwandel im Ruhrgebiet“

Frau Koschnick brauchte nicht lange, um uns von ihrer Idee, einer Exkursion nach Essen, zu begeistern. Schon bei dem Klang der Worte „Exkursion, lockere Gestaltung des Unterrichts und viel Arbeit“ konnte uns nichts mehr auf den Stühlen halten. Jubelnd sprangen wir auf und machten es Frau Koschnick schwer, uns wieder zu beruhigen. Auch die Vorbereitung wurde mit unglaublichem Fleiß und Ehrgeiz, sauber und kompetent durchgeführt.

Jede Stunde wurden pünktlich und zuverlässig die Computer mit Internetanschluss von Herrn Quednau in unser Klassenzimmer geschoben. An diesen konnten wir erfolgreich Informationen über unsere jeweiligen Gruppenthemen heraussuchen und trotz kleinerer Konflikte teilten wir die zwei Computer gerecht unter den Gruppen auf. Doch das Internet war nicht unsere einzige Stütze. Aus den von Frau Koschnick zur Verfügung gestellten Büchern und Arbeitsblättern konnten wir weitere Informationen entnehmen. Außerdem half uns Frau Koschnick, wo sie nur konnte.

Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt, und somit wollen wir euch auch von den schlechten Seiten der Arbeit erzählen, denn auch wenn wir alle das größte Maß an Kompromissbereitschaft besaßen, ließen sich kleinere Konflikte nicht vermeiden, die auch nötig waren, um die perfekte Lösung zu finden. Von der Arbeit ergriffen stürzten wir uns in die Texte und entwickelten einen unglaublichen Ehrgeiz, der uns teilweise bis spät in die Nacht E-Mails mit Frau Koschnick austauschen ließ, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Trotz des großen Spaßes, den wir beim Vorbereiten unserer Präsentation hatten, konnten wir es kaum erwarten, die anderen an unseren hart erarbeiteten Ergebnissen teilhaben zu lassen. Wir fieberten der Exkursion entgegen...

Und dann ging es endlich los. Bei nahezu arktischen Temperaturen fuhren wir mit unseren im Vergleich eher sommerlichen „American Apparel Jacken“ ausgestattet nach Essen. Obwohl die Gruppen am ersten Tag nicht ganz so überzeugend waren und wir unter Fußweh und Schüttelfrost litten, hatten wir eine Menge Spaß.

Am nächsten Tag ging es nach einem kleinen Abstecher zur Essener Margarethenhöhe, wo wir lustige Such-und Laufaufgaben bewältigen durften, erschöpft weiter zu unserem eigenen Thema der „Zeche Zollverein“.

Durch einen glücklichen Zufall kam es, dass wir mit den arbeitsamsten und zuverlässigsten Leuten unserer Klasse in einer Gruppe waren und man es als wirklich unglücklichen und einmaligen Zufall sehen muss, dass sie ausgerechnet diesmal bei einer unserer seltenen gemeinsamen Arbeiten ihre Sachen vergaßen.

Durch Teamwork und großes Improvisationsvermögen konnten wir jedoch den Vortrag retten: Leider konnte unsere supi-lustige und nächtelang durchorganisierte Rallye aufgrund von Zeitmangel nicht mehr stattfinden.

Von da aus fuhren wir weiter zum Limbecker Platz, wo die letzte Gruppe ihren Vortrag hielt.

Doch im Gegensatz zu unserer restlichen Klasse, die danach nach Hause fuhr, konnten wir der Versuchung eines guten Sandwichs nicht widerstehen. Schnell war „Subway“ gefunden und das belegte Brot verputzt.  Dank der Hilfe des Infostandes fanden wir dann auch nach langem Suchen den Weg zum richtigen Bahngleis, wo der Zug in die Heimat schon auf uns zu warten schien.


 

Umnutzung alter Industriegebäude, hier ehem. Tuchfabrik Feulgen, jetzt Wohnen
Rollenspiel zwischen einem Bergarbeiter, der auf der Margarethenhöhe wohnt, und einem Zeitungsreporter
Rollenspiel: Interview zwischen Reporterin, Student und Professorin der Universität Duisburg-Essen