Peru-Projekt

Seit vielen Jahren unterstützen wir ein soziales Projekt im Hochland von Peru. Der Kontakt wurde seinerzeit durch eine inzwischen längst pensionierte Religionslehrerin hergestellt, die durch einen Zeitungsartikel auf das Projekt aufmerksam geworden war und dann den Kontakt zur Gründerin dieses Projektes suchte. Diese ging im Jahr 1976 als Sonderschullehrerin aus Deutschland nach Peru und musste feststellen, dass die Situation Behinderter in Peru sehr schlecht war, da beispielsweise Kinder von ihren Familien verlassen, ja sogar ausgesetzt wurden. Sie gründete eine Sonderschule, die begeistert angenommen wurde: Familien kamen sogar aus Lima oder aus der Regenwaldregion, um ihre behinderten Kinder dort unterzubringen. In vielen Fällen waren die Wohnorte der Familien so weit von der Schule entfernt, dass ein Hin- und Herfahren nicht möglich war, so dass schließlich ein Kinderheim gegründet wurde. Mit dem Heranwachsen der behinderten Kinder wuchs das Projekt weiter an: Es entstanden Behindertenwerkstätten, in denen die Kinder und Jugendlichen leichte Holzarbeiten anfertigen. Spenden aus Deutschland machten es möglich, einen Bauernhof zu übernehmen, auf dem erwachsene Behinderte leben können, Basisqualifikationen für ein Leben und für die Bewältigung leichter Arbeiten lernen, so dass sie zumindest ansatzweise befähigt sind, ein eigenes Auskommen zu erzielen. So war es vielen früheren Schülern der Sonderschule möglich, eine Ausbildung zu machen, ja sogar zu studieren, und viele haben einen Arbeitsplatz gefunden.


Das Projekt ist auf verlässliche Einnahmen angewiesen, um vor allem die Gehälter der Mitarbeiter in den inzwischen 2 Sonderschulen und im Kinderheim finanzieren zu können. Zusätzlich sind immer wieder weitere Ausgaben notwendig, wie z.B. im Jahr 2014 der Kauf eines neuen Schulbusses, ohne den es für die meist schwer oder mehrfach behinderten Kinder nicht möglich ist, die Schule zu besuchen. Ein Teil der Aufwendungen für das Projekt wird durch Einnahmen der Hospedaje "Los Jazmínes" gedeckt. Dies ist ein kleines Hotel, dessen Einnahmen ganz dem Projekt zugutekommen und in dem mehrere Behinderte arbeiten. Fortbildungen, Kurse in Gebärdensprache, unentgeltliche Untersuchungen durch auswärtige Ärzte u.a. werden dort durchgeführt.

 

Eine weiterer wesentlicher Aspekt der Arbeit im Projekt ist die Unterstützung bei der medizinischen Versorgung. Viele Menschen können sich diese Versorgung nicht leisten, so dass sie darauf angewiesen sind, finanzielle Unterstützung oder Hilfe von freiwilligen Ärzten / Studenten der Medizin zu erhalten. Es gibt auch eine Wohnung in Lima, in der die Menschen aus Cajamarca eine Zeitlang kostenfrei leben können.

 

Heute betreut das Projekt Cajamarca über 260 geistig und / oder körperbehinderte, blinde und gehörlose Kinder und Jugendliche.

 

Lesen Sie hier eine Notiz über die Spendengelderübergabe des Perulaufes 2015.