Praktikum

Jedes Jahr nehmen die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe EF für zwei Wochen Einblick ins Berufsleben. Das Praktikum wird durch die Lehrerinnen und Lehrer begleitet und in Form eines umfassenden Praktikumsberichts von den Schülerinnen und Schülern evaluiert. Lesen Sie hier den abschliessenden Reflexionsteil des Praktikumsbericht einer Schülerin, die ihr Praktikum in einem Architekturbüro abgeleistet hat:

"Vor dem Beginn meines zehntägigen Schülerpraktikums machte ich mir einige Gedanken über die mir bevorstehende Zeit. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bestimmte Vorstellungen und wollte intensive Erfahrungen machen. Zu meinen Vorstellungen zählten auf der einen Seite das Erlangen von neuem Wissen, das Vertrautwerden mit dem Beruf des Architekten, das Kennenlernen anderer Leute, der genauere Einblick in die tatsächliche Arbeitswelt und die Selbstgestaltung meiner geforderten Arbeitsaufträge. Ich erhoffte mir auf der anderen Seite auch, dass ich meine eigene Kreativität mit einfließen lassen können würde, sowie eine selbstständige Er-/Bearbeitung eines kleinen Projekts. Meiner Ansicht nach hatte ich zu Beginn recht hohe Erwartungen an das Praktikum. Daraus folgte, dass ich in manchen Punkten enttäuscht wurde, weil ich mir zu viel davon versprochen hatte. Demgegenüber gab es auch mehrfach vorhandene positive Seiten und Erfahrungen, die ich für meine Zukunft mitnehmen konnte. Durch die ausgezeichnete Begleitung der Mitarbeiter des Architekturbüros konnte ich eine Menge neuer Kenntnisse sammeln. Es gelang mir, ein gewisses Vertrauen zu dem kreativen Beruf aufzubauen und neue Menschen kennenzulernen. Meine erwarteten Ergebnisse der Arbeiten, bis auf kleine Ratschläge des Ausbilders, konnte ich selbst gestalten und ausführen. Des Weiteren bestand für mich die Möglichkeit, meine eigenen Vorstellungen, Ideen sowie meine eigene Kreativität einfließen zu lassen. Abschließend ist festzustellen, dass ich einen genaueren Einblick in die heutige Arbeitswelt, insbesondere bezogen auf den Bereich der Architektur in einem sehr angesehenen Unternehmen, bekam. Im Gegensatz zu den positiven Erfahrungen hätte ich mir einen genaueren Einblick explizit in den Bereich der Innenarchitektur gewünscht. Doch um diesen Zugriff zubekommen, hätte ich einer anderen Gruppe zugeteilt werden müssen, und wer weiß, was mich dort erwartet hätte. Meiner Ansicht nach war das Schülerpraktikum für mich sehr sinnvoll, da es mich in meinen Interessen sehr geprägt hat. Dem hinzuzufügen ist ebenfalls, dass ich in meinem Berufswunsch durch die erlangten Erfahrungen und Gespräche mit Hannes bestätigt wurde. Denn diese 10 Tage haben mir gezeigt, wie stressig, jedoch auch abwechslungsreich dieser Arbeitsbereich sein kann. Meine Vorstellungen, Architektin zu werden, wurden nicht negativ beeinflusst, sondern eher gestärkt. Zwar war ich am Anfang enttäuscht und etwas gelangweilt, doch es entwickelte sich später besser, als es meinen Vorstellungen entsprach. Es entpuppte sich als spannend und erweckte bei mir Interesse für diese Klassifizierung. Durch mein eindrucksvolles Schülerpraktikum erfuhr ich mehr über den Beruf des Architekten und dessen unterschiedlichen Facetten. Außerdem muss ich zugeben, dass ich stolz auf meine erbrachten Leistungen bin, da es trotz anfänglicher Schwierigkeiten zum Schluss hin einen guten Verlauf genommen hat. Abschließend wäre ein Verbesserungsvorschlag, von meiner Seite aus, die Dauer des Schülerpraktikums um eine Woche zu verlängern. Der Grund dafür ist, dass man, sobald man sich einigermaßen an den neuen Rhythmus gewöhnt hat, aus diesem wieder herausgezogen wird und keine Möglichkeit besitzt, eine weitere Woche als Kür des Ganzen zu gebrauchen. Die erste Woche ist durch die Anpassung an den neuen Rhythmus geprägt, wohingegen die zweite Woche zum konzentrierten Arbeiten dient, aber von einigen Schülern/innen nicht mehr effektiv genutzt wird, da „ja eh bald das Praktikum zu Ende ist.“. Ich würde mir daher für die nächsten Praktikanten/innen unserer Schule wünschen, dass ihnen noch weitere fünf Werktage zum exzellenten Ausführen ihrer Tätigkeiten zur Verfügung gestellt würden."