Festakt im Landtag zum siebzigjährigen Bestehen des Staates Israel

Düsseldorf: Am 14. Mai 1948 wurde der Staat Israel offiziell als souveräner Staat ausgerufen. Anlässlich dieses Datums feierte der Landtag Nordrhein-Westfalen das 70-jährige Jubiläum. Unsere Schule wurde von der Mahn- und Gedenkstätte in Düsseldorf eingeladen, um an diesem Fest teilzuhaben. Neben unserem Ministerpräsidenten Armin Laschet waren auch andere Prominente aus Politik und Gesellschaft am Festakt beteiligt. Der Botschafter Israels in der Bundesrepublik Deutschland sprach sich in seiner Rede explizit für die guten Beziehungen zwischen der Bundesrepublik sowie dem Land Nordrhein-Westfalen und Israel aus. Die deutsch- israelischen Beziehungen trügen außerdem dazu bei, Antisemitismus entgegenzuwirken. Ein weiterer wichtiger Teil der Veranstaltung war die Ehrung der ,,Gerechten unter den Völkern’‘, eine Auszeichnung der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem und des Staates Israel. Als gerechte unter den Völkern werden diejenigen ausgezeichnet, die zur Zeit des Nationalsozialismus als Nichtjuden, jüdische Verfolgte versteckten und ihnen somit das Leben retteten. Die Auszeichnung erhielt die Düsseldorfer Familie Otten. Die Familie versteckte zwei Brüder jüdischen Glaubens in ihrem Keller trotz der drohenden Gefahr, denunziert und damit selber ermordet zu werden. Die Auszeichnung nahm der Enkel der Familie in Empfang. Als Gerechte unter den Völkern wurden auch Prominente Persönlichkeiten wie der Industrielle Oskar Schindler und der Düsseldorfer Künstler Otto Pankok in der Vergangenheit geehrt. Mit der Urkunde erhält der Empfänger gleichzeitig eine Ehrenbürgerschaft des Staates Israel. Im Anschluss an die Veranstaltung bestand die Möglichkeit, sich bei koscherem Essen und Getränken im Foyer auszutauschen und gemeinsam zu feiern.
Maximilian Madsack (Q1)