Spanien-Austausch

Vom 3. bis zum 9. März fand nach dem Besuch der Spanier im November 2016 der Gegenbesuch der 18 deutschen Schüler des Friedrich-Rückert-Gymnasiums aus Düsseldorf in Sevilla statt. Selbstverständlich war die Wiedersehensfreude nach dem Vergehen von vier Monaten besonders groß, was sich im Empfang in San José deutlich wiederspiegelte. Ab hier beginnt nun die Wiederholung einer unvergesslichen Zeit.
Nach einem kurzen, jedch sehr netten ersten Zusammentreffen begann der erste Tag mit einer Besichtigung der Partnerschule, der Comeniusschule I.E.S. Miguel de la Mañara, sowie mit kurzen Einblicken in das spanische Schulsystem, welches sich auf den ersten Blick als vom deutschen sehr verschieden erweist. Eine erste Erfahrung mit diesem Schulsystem machten die Düsseldorfer Austauschschüler, als sie in unterschiedlichen Unterrichtsstunden hospitierten. Die Wertschätzung seitens der spanischen Regierung erhielt der Austausch durch den Empfang der Stadträtin für Kultur und Tourismus, im Museum von San José. Die Höhepunkte des Austauschs waren neben dem Wiedersehen guter Freunde auch die Tagesausflüge in die Städte Córdoba, Sevilla und Cádiz, bei welchen zum Beispiel die Mezquita Catedrál de Córdoba, die Catedrál de Sevilla oder das historische Zentrum der Stadt Cádiz besucht wurden. Eine atemberaubende Sicht über die Stadt Sevilla bei schönem Wetter bot der Glockenturm der Kathedrale, La Giralda. Die Stadt konnte durch eine einstündige Schnitzeljagd gut kennengelernt werden. Viele Besuche der in Spanien vorhandenen Sehenswürdigkeiten waren eine gute Ergänzung zu den aktuellen Unterrichtsthemen, was den Schülern neben der Ausweitung der Sprachkompetenz auch im Spanischunterricht einen großen Vorteil verschaffte. Das Wetter bot sich an allen sieben Tagen dazu an, schon einmal frühzeitig die Sommermode für dieses Jahr zu tragen. Bei Temperaturen bis zu 27 Grad Celsius war der Strandbesuch in Cádiz ein echtes Highlight der gesamten Reise.
Den letzten Tag in Spanien verbrachten alle Schüler gemeinsam in Sevilla. Und um die getrübte Abschiedsstimmung ein wenig zu retuschieren, hörten alle von den Spaniern in Eigeninitiative gestaltete Vorträge über die Stadt, während wir uns auf der Plaza de España und im Parque Maria Luisa aufhielten. Der tränenreiche Abschied signalisiert noch einmal, wie sich in einem Zeitraum von nur vier Monaten solch eine starke zwischenmenschliche Beziehung auf eine derartige Distanz entwickeln kann.
Der Austausch mit unserer Partnerschule in Sevilla ist eine der durchaus wichtigsten Projekte, die eine Schule für ihre Schüler anbieten kann. Zum einen verbessert man die eigene Sprachkompetenz um ein Vielfaches, allerdings, und das ist mit der wichtigste Grund bei einem solchen Projekt zu partizipieren, baut man Beziehungen mit Menschen auf, die man durch keinen besseren Weg kennenlernen kann als auf einem Schüleraustausch. Die Einblicke in die spanische Kultur sind für jeden einzelnen Schüler eine Bereicherung, die für immer in den Köpfen bestehen bleibt.
Maximilian Madsack