Internationales Treffen

In den letzten Jahren haben sich die politischen Verhältnisse in Europa und weltweit deutlich verändert. Wirtschaftliche Krisen und Kriege lassen die gesamtpolitische Lage wenig stabil erscheinen. Nationalstaatliche Egoismen brechen erneut auf und sind häufig Ursachen internationaler Konflikte. Das demokratische Europa spielt daher eine immer wichtigere Rolle bei der Festigung einer freiheitlichen, gesellschaftspolitischen Ordnung.
Wer Europa will, muss dafür sorgen, dass sich die Menschen näher kommen. Darin liegt eine wesentliche Aufgabe der Schule, nachwachsende Generationen auf die Integration in dieses Europa vorzubereiten. Im Rahmen eines internationalen Treffens am FRG Anfang Februar (5.-11.2.2017) lebten und arbeiteten Schüler und Schülerinnen zeitweilig zusammen und hatten so die Chance, persönliche Erfahrungen mit ausländischen Gleichaltrigen zu machen, die eigenen Kenntnisse über andere Menschen zu erweitern und Vorurteile abzubauen. Die Respektierung und positive Bewertung von Andersartigkeit, aber auch die Erkenntnis, dass man sich in vielen Einstellungen, Hoffnungen und Wünschen gar nicht von den Gästen unserer Partnerschulen in Carpi, Italien, und Zwolle, Niederlande, unterscheidet, sind Erfahrungen, die Schulbücher nicht bieten können.
Das Thema „Düsseldorf, Stadt am Rhein“, wurde in drei Workshops beleuchtet, die ganz unterschiedliche Aspekte aufgriffen: Musik, Industrie und Theater. Am Ende der Woche fand am Freitag eine Abschlusspräsentation im Rather Familienzentrum statt, die von Gasteltern, Schülern der EF und Kollegen besucht wurde. Hier wurden die interessanten Workshopergebnisse präsentiert. Die Theatergruppe (Frau Hennrich), die auch eine Aufführung von ‚Romeo und Julia‘ im Schauspielhaus besucht hatte und mit dem Theaterpädagogen des Düsseldorfer Schauspielhauses, Thiemo Hackel, einen Bühnenkampfworkshop erleben durfte, verglich die Theaterlandschaft in Deutschland, Italien und den Niederlanden miteinander; die Gruppe, die sich mit der Industrie im Rhein-Ruhr-Gebiet beschäftigt hatte (Frau Dr. Keller), berichtete von den Experimenten, die sie gemacht hatten, dem Ausflug zur Henrichshütte in Hattingen und dem Produktionsprozess von Stahl, und die Mitglieder des Musik-Workshops (Herr Marx) boten dem interessierten Publikum eine beeindruckende Vorführung ihrer Eigenkomposition, indem sie mit ipads Musik machten – elektronische Musik à la Kraftwerk.
Das Treffen war ein großer Erfolg. Die Schüler, unsere einheimischen wie auch die Gäste, die Kollegen vom „Rückert“ und die beiden aus dem Ausland, waren sehr zufrieden mit dem Programm, begeistert von der Atmosphäre und ebenso mit den Begegnungen und den Kontakten, die sie geknüpft haben. Besonders die freundliche Aufnahme in den Familien wurde sehr gelobt, die ohne die Gastfreundschaft und das Engagement unserer Eltern nicht möglich gewesen wäre. 

Lesen Sie hier den Dankesbrief der italienischen Partnerschule.