Exkursion zu E.ON

Energiewende, Klimawandel und gesellschaftliche Verantwortung von Dax-Unternehmen.
Diese Themen sind mir als angehender Abiturient oft im Unterricht begegnet. Doch wem kann ich meine Fragen stellen? Lehrer/innen, Eltern fallen einem sofort ein - aber wie wäre es mal zur Abwechslung mit dem CEO von E.ON?

Schulen sehen sich verpflichtet, uns mit solchen Themen zu konfrontieren. Natürlich ist der Sozialwissenschafts- oder Erdkundeunterricht dafür super geeignet. Doch ich würde den meisten meiner Mitschüler/innen zustimmen, wenn sie sagen, es gebe spannendere Wege,  sich mit solch wichtigen Fragen auseinanderzusetzen, als nur anhand von Sachtexten. Unsere Schule schlug in Kooperation mit dem Initiativkreis Rhein-Ruhr einen innovativeren Weg ein.

Nachdem wir uns in den Kursen SoWi und Erdkunde mit der Thematik beschäftigt hatten, besuchten wir für einen Tag die E.ON-Zentrale in Essen. Im Gepäck hatten wir: Neugier, Kritik, Berufsinteresse und vorbereitete Fragen für Dr. Ingo Luge, den CEO von E.ON.
Der Top-Manager nahm sich mehr als eine Stunde Zeit, um Teil eines Dialogs mit der nächsten Generation zu werden.

Der Dialog war anders als erwartet tatsächlich ein Dialog. Dr. Luge war erstaunlich offen im Gespräch über Chancen und Probleme des Unternehmens und über die gesellschaftliche Verantwortung, die Energieriesen wie E.ON und RWE gegenüber uns, der nächsten Generation, haben. Präsentationen des heutigen Unternehmensmodells  sowie eine Führung durch die obersten Etage, in der Strom für das E.ON-Gebäude produziert wird, vervollständigten den Tag in Essen und brachten mich und viele andere zum Nachdenken.

Verantwortungsethik wird laut E.ON großgeschrieben, doch welche Verantwortung haben wir gegenüber unserer Umwelt? Ich bin der festen Überzeugung, dass solche Dialoge essentiell für den gesellschaftlichen Diskurs geworden sind. Sie tragen dazu bei, dass mehr und mehr Menschen sich kritisch mit ihrer Rolle als Akteure, die die Zukunft mitgestalten, auseinandersetzen. Der Teil, der im Unterricht stattfindet, ist wichtig, doch eindrucksvolle Erlebnisse wie dieses, welche die Thematik außerhalb des Klassenraums vertiefen, begeistern mehr. Und sie begeistern anders.

Ich denke, ich spreche im Namen aller Schüler/innen, die teilgenommen haben, wenn ich sage, dass der Weg, den unsere Schule mit solchen Projekten einschlägt, innovativ und begeisternd ist.

(Daniel L. Kazalov, Jahrgangsstufe Q2)