CRASH KURS NRW - Realität erFAHREN 2017

Zu Tränen gerührte Schüler

Emotionale Geschichten, erschreckende Bilder, all dies bekamen die Schüler und Schülerinnen  von der Polizei gezeigt. Der sogenannte „Crash Kurs NRW - Realität erfahren. Echt hart“ richtet sich an Jugendliche der EF und Q1 und zeigt ihnen die Gefahren riskanten Autofahrens auf.
In Nordrhein-Westfalen ereignen sich pro Jahr 550000 Verkehrsunfälle, bei denen über 600 Menschen pro Jahr getötet werden. Der Anteil von jugendlichen Verkehrsteilnehmern bei den Verursachern von schweren Unfällen ist extrem hoch. Daran muss sich dringend etwas ändern. Überhöhte Geschwindigkeit, das Nichtanlegen des Sicherheitsgurtes, der Konsum von Alkohol und Drogen: Das sind in über 50 Prozent aller Fälle die Ursachen, warum Menschen im Straßenverkehr zu Tode kommen oder schwer verletzt werden. Die Polizei möchte deshalb mit ihren Partnern wie Feuerwehr, Rettungsdienst und Notfallseelsorgern durch bewegende Geschichten erreichen, dass die Jugendlichen sich in die Lage der Betroffenen und Angehörigen hineinversetzen und in ihnen eine positive Verhaltensänderung bezüglich der Gefahren im Straßenverkehr bewirken.

Zunächst sammelten sich alle Schülerinnen und Schüler der EF und Q1 im kleinen PZ unserer Schule. Vorerst herrschte noch Unruhe; jedoch wurden mit dem Einsetzen der ersten Geschichte die Anwesenden in ein nachdenkliches Schweigen versetzt.

Die einzelnen Einsatzkräfte schilderten jeweils auf der Bühne einen Unfall und berichteten von ihren persönlichen und bewegenden Emotionen am Unfallort. Dies wurde unterstützt von Bildern, die die Schüler zwar schockieren, aber nicht im Vordergrund der Veranstaltung stehen  sollten. Vielmehr ging es darum, Mitgefühl für die Hinterbliebenen der verstorbenen Opfer hervorzurufen und sich in die Situation der Einsatzkräfte bei einem Unfall versetzen zu können, um riskantem Verhalten im Straßenverkehr vorzubeugen.

Ein sehr rührender Moment kam beispielsweise auf, als der Notfallseelsorger, Herr Scharper,  berichtete, wie ein Kleinkind mit anhören musste, wie er den Angehörigen die Todesnachricht seines großen Bruders mitteilte. Dieser war kurz davor zu schnell mit seinem Motorrad unterwegs und schließlich mit einem Auto kollidiert. Um das Kind abzulenken, schenkte Herr Schaper diesem daraufhin ein sogenannten „Tröstebär“. Dies rührte einige Schüler und Schülerinnen zu Tränen.

Zwei Wochen nach der Veranstaltung sind der Polizeihauptkommissar Müller und der Notfallseelsorger Herr Schaper noch einmal zu uns in die Schule gekommen und haben mit uns Schülern über die Veranstaltung, die Unfälle etc. gesprochen.

Zusammenfassend können wir sagen, dass der Crash Kurs die Schülerinnen und Schüler zum Thema Verkehrssicherheit tief beeindruckt und  emotional abgeholt hat. Und wenn es nur einen einzigen Unfall verhindert, hat sich das Projekt schon gelohnt.

Wir hoffen, dass in Zukunft weniger Unfälle passieren und wünschen dem Crash-Kurs-Team alles Gute für die weitere Arbeit.

(Kai Brönneke und Miriam Hagedorn, Jahrgangsstufe Q1)