Chemie mal anders

Ein Unterrichtsprojekt der ganz besonderen Art bietet das Friedrich-Rückert-Gymnasium zurzeit seiner Schülerschaft an: In Zusammenarbeit mit dem CompetenceCenterBegabtenförderung (CCB) Düsseldorf ist ein Konzept für einen Kurs entwickelt worden, der speziell auf die Förderung naturwissenschaftlich talentierter Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 und 9 ausgelegt ist. Dieser Kurs findet seit Februar während des Schulunterrichts wöchentlich am Friedrich-Rückert-Gymnasium statt und wird von Frau Dr. Karin Weizenhöfer, einer im Bereich der Begabtenförderung erfahrenen Dozentin des CCB, geleitet. Aufgrund der Zusammensetzung des Kurses ist er so in den Stundenplan eingebunden, dass die daran teilnehmenden Schülerinnen und Schüler die Inhalte des parallelen Regelunterrichts problemlos nacharbeiten können.
Da die Themengebiete nicht an Lehrpläne gebunden sind, orientieren sie sich sehr an den Interessen der Schülerinnen und Schüler. So haben sie beispielsweise in den vergangenen Wochen Kristallisationsversuche mit verschiedenen Salzen, u.a. Kochsalz und Alaun, sowie Destillationsexperimente durchgeführt.
„Hier konnte ich in der Schule intensiv meinen Interessen nachgehen, und dies in einer kleinen Gruppe“, sagt Aleyna (9a). „Alle in diesem Kurs haben konzentriert mitgearbeitet, das war toll“, ergänzt Gero (8c). Und Xuetong (8b) fügt hinzu: „Nun habe ich Freunde in anderen Klassen gefunden, die genauso gern experimentieren wie ich.“ „Man kann etwas mit nach Hause nehmen, was nicht essbar ist: Kristalle sind cool“, freut sich Andre (9c). „Auch wenn man etwas Unterrichtsstoff der verpassten Stunden nacharbeiten muss, hat es sich auf jeden Fall gelohnt“, fasst Fabian (9b) zusammen.
Im Bereich der individuellen und der Begabtenförderung besteht die Zusammenarbeit zwischen dem CCB und dem Friedrich-Rückert-Gymnasium bereits seit vielen Jahren. Regelmäßig nutzen interessierte Schülerinnen und Schüler das vielfältige Angebot des CCB. „Die Angebote der Begabtenförderung für die Klassen 8 und 9 sind noch nicht ganz so etabliert wie die für die anderen Klassen. Daher freut es mich besonders, dass dieses Projekt nach einer umfangreichen Planungs- und Durchführungszeit erfolgreich und zur vollständigen Zufriedenheit aller Beteiligten nun zu Ende geführt wird“, sagt Sabine Warnecke, Leiterin des CCB. Die erfolgreiche Kooperation soll in den kommenden Jahren kontinuierlich gefördert und weiter ausgebaut werden.