Exkursion ins Bergische Lehr-Lernlabor der Universität Wuppertal

Am Freitag, den 14.09.2018, fuhr die gesamte Klasse 9a in Begleitung von unserer Biologielehrerin Frau Kalze und Herrn Baumann ins sogenannte BeLL Bio, das Bergische Lehr-Lernlabor der Biologie an der Universität Wuppertal, um dort an einem bilingualen Kurstag zum Thema Neurobiologie teilzunehmen.  An der Uni angekommen, bildeten wir kleine Gruppen, in denen wir am heutigen Tag arbeiten wollten, und wurden nach einer kurzen Einführung mit Laborkitteln ausgestattet. Jetzt waren wir bereit für einen lehrreichen Tag im Labor!
Da meine beiden Gruppenmitglieder und ich sofort, wie vorgesehen, mit dem ersten Teil unseres Versuchsskripts begannen, war es unsere Aufgabe, mehrere Abbildungen wie z.B. die Bestandteile des menschlichen Gehirns oder auch des Rückenmarks anhand von Informationen aus englischen Texten zu beschriften. Dies gelang uns recht schnell, obwohl wir uns in der Schule bislang noch nicht mit der Neurobiologie befasst hatten und die englische Sprache eine besondere Herausforderung darstellte, sodass wir uns nun einer etwas ausgefalleneren Aufgabe widmen konnten. Diese bestand darin, ein echtes Schweinegehirn zu inspizieren sowie zu notieren, welche Bestandteile des Gehirns wir wiedererkennen konnten. Hierbei wurde uns sogar erlaubt das Gehirn anzufassen, was einigen erst nicht so geheuer war, doch da wir selbstverständlich Handschuhe trugen, konnten sich die meisten schließlich doch überwinden. Damit war der erste Teil auch schon beendet und meine Gruppe sollte nun zum nächsten Teil übergehen, der sich mit den Reaktionszeiten befasst.
Da wir hier unsere eigenen Reaktionszeiten testen sollten, handelte es sich um sehr praktische Aufgaben. Nachdem wir die erste Hypothese aufgestellt hatten, testeten wir erst Alexis und später auch Özges Reaktionszeiten beim Fangen eines Lineals und verglichen diese ausgiebig miteinander. Auch die nächste Aufgabe beinhaltete das Aufzeichnen unserer Reaktionszeiten. Diesmal fungierte ich als Testperson und mithilfe eines Computerprogramms wurden meine Reaktionszeiten auf ein optisches Signal. Die Herausforderung bestand darin, dass es im zweiten Durchgang zusätzlich Rechenaufgaben zu lösen galt, die für Ablenkung und somit für eine längere Reaktionszeit sorgen sollten. Doch diese bewirkten in unserem Fall eher das Gegenteil, denn unter den erschwerten Bedingungen reagierte ich schneller.
Mittlerweile war die Mittagspause, die wir uns nun auch wirklich verdient hatten, herangerückt, sodass wir uns auf den Weg zur Cafeteria machten. Nach einer kleinen Stärkung und etwas Zeit für uns, ging es auch bereits weiter im Programm.
Nach der Mittagspause befassten wir uns mit dem nächsten Teil des Versuchskripts. Somit testen wir als Erstes unseren Patellarsehnenreflex, der durch einen leichten Schlag unterhalb der Kniescheibe ausgelöst wird, und den allermeisten höchst wahrscheinlich von ärztlichen Untersuchungen bekannt ist. Schnell das Reaktionsschema aufgeschrieben, konnten wir nun die letzte Aufgabe des Skripts bearbeiten. Somit erstellten wir ein Präparat vom Rückenmark eines Schweins, betrachteten dies unter dem Mikroskop, notierten die Bestandteile, sofern wir sie zuordnen konnten, und fertigten eine Skizze an.
Als letztendlich alle Gruppen das Skript durchgearbeitet hatten, widmeten wir uns den Präsentationen der Ergebnisse. Jeder Gruppe wurde anfangs eine Aufgabe zugeteilt, die sie nun, am Ende des Tages, vorstellen sollten.
Damit endete für uns eine äußerst lehrreiche sowie spannende Exkursion ins BELL Bio, und wir fuhren glücklich, aber auch sehr erschöpft zurück nach Düsseldorf.
(Ariana Rexha, 9a)