Fahrt nach Paris im Juni 2010
Un jour à Paris - Ein Tag in Paris
Am 02.07.2010 waren unsere Französischkurse von Frau Frenz (Klasse 9 und Klasse 11) und unsere Begleitpersonen Herr Löwer und Frau Frenz für die Fahrt nach Paris bereit. Unsere 6-stündige Busfahrt mit zwei kurzen Raststellen war nicht anstrengender als alle anderen Busfahrten. Gesund und einigermaßen ausgeschlafen kamen wir um 6 Uhr morgens in Paris an. Gemeinsam besuchten wir unsere erste Sehenswürdigkeit „L'Arc de Triomphe“, den Triumphbogen, welcher von Napoleon in Auftrag gegeben worden war. Unter dem Triumphbogen liegt ein Grabmal des unbekannten Soldaten aus dem ersten Weltkrieg. Auf diesem Grabmal ist die „Ewige Flamme der Erinnerung“(Flamme du Souvenir) vorzufinden, die in Gedenken an die Toten, die nie identifiziert wurden, jeden Tag angezündet wird. Nachdem wir alle den Triumphbogen mit unseren Kameras „unter die Augen“ genommen hatten, wies uns Frau Frenz auf eine der großen Prachtstraßen der Welt hin, l'Avenue des Champs-Élysées. Zu sehen war eine lange Straße, die sich unendlich lang zu strecken schien. Um zum Eiffelturm (la tour Eiffel) zu kommen, benutzten wir die Metro. Nicht die Metro, wo man einkaufen geht ist gemeint, sondern die Untergrundbahn wird in Frankreich Metro genannt. Nachdem wir an der richtigen Station angekommen waren und ein bisschen zu Fuß gegangen waren, sahen wir endlich den Eiffelturm, das Symbol für ganz Frankreich, mit eigenen Augen. Im selben Moment „stürzten sich“ Souvenirverkäufer auf uns, die nur so auf Touristen gewartet hatten. Der Eiffelturm ist grau und besteht aus Eisen und Stahlteilen, die zusammengeschweißt worden sind. Er war kleiner, als ich es mir vorgestellt hatte, und doch machten wir alle zugleich Fotos, nachdem die Souvenirverkäufer endlich andere Touristen ins Visier genommen hatten.
(Zur Info: Der Eiffelturm wurde von Gustave Eiffels Firma gebaut, aber nicht Gustave Eiffel war der Architekt, sondern Stephen Souvestre. Trotzdem gab man ihm den Namen Eiffel.)
Wie aus heiterem Himmel fing es plötzlich an zu regnen und der Himmel verdunkelte sich. Ohne Regenschirm rannten wir zu Bushaltestellen, kamen klitschnass an und fuhren mit dem Bus weiter vorbei am Invalidendom , am Palace de la Concorde (der größte Platz in Paris; ein Obelisk befindet sich dort) und am Grand Palais. Wir besuchten besondere Orte und beendeten unseren Spaziergang im Regen an einer bekannten Einkaufsstraße, die Boulevard Haussmann. In Gruppen aufgeteilt besichtigten wir verschiedene Geschäfte wie z.B. le Printemps, les Galeries Lafayette und andere. Einige gingen etwas essen, andere suchten Postkarten oder kauften Regenschirme. Nach einiger Zeit, als wir uns wieder trafen, hörte es langsam auf zu regnen. Während wir auf die restlichen Gruppen warteten, erweckten Autos, die mit argentinischen Flaggen dekoriert waren, unser Interesse. Da nahm Frau Frenz die Deutschlandflagge eines Schülers und ging auf die andere Straßenseite. Vor diesen Autofahrern schwang sie die Fahne hin und her. Wir erkannten die Symptome sofort: Frau Frenz war im WM-Fieber. Den weiteren Verlauf unseres Tages planten wir so, dass wir das Spiel Deutschland gegen Argentinien mitansehen konnten. Wir alle waren nämlich im WM-Fieber. Zuerst besuchten wir alle jedoch den „Palais du Louvre“, einen früheren französischen Königspalast, welcher heute ein Museum ist und „Musee du Louvre“ genannt wird. „La Pyramide du Louvre“(die Glaspyramide) befindet sich im Innenhof des Palasts. Nachdem wieder „Fotozeit“ gewesen war, trafen wir uns und machten ein gemeinsames Foto. Daraufhin durften wir uns endlich im Museum umsehen. Das Ziel aller war natürlich die Mona Lisa. Überall um die Mona Lisa standen Menschen und machten Fotos davon. Wir waren einer von ihnen.Während viele langsam das Museum verließen, waren ich und andere auf der Suche nach anderer besonderer Kunst. Immer weiter und tiefer gingen wir ins Museum. Schließlich wollten wir nur noch raus. Während wir anfingen den Schildern, auf denen „sortie“(Ausgang) stand, zu folgen, führten diese uns nur tiefer und tiefer ins Museum bis uns Wände aus „Pyramidensteinen“ umgaben. Nach 30 Minuten fanden wir endlich den Ausgang. Dieses Museum enthält römische, griechische, ägyptische und christliche Kunstwerke und wir, die 30 Minuten lang nach dem Ausgang gesucht hatten, konnten sagen, dass wir überall gewesen waren. Endlich draußen fanden wir die anderen. Alle hatten sich schon zwischen „1. und 2.Halbzeit des Fußballspiels ansehen“ und zwischen „1.Halbzeit weitere Sehenswürdigkeiten besichtigen und die 2.Halbzeit Fußball ansehen“ entschieden. Vor dem Eiffelturm war ein großer Bildschirm aufgestellt, und ein großer Platz, wo mehrere Tausende von Menschen Platz zum Stehen und zum Sitzen finden konnten. Da ich nicht alle Tage in Paris war, entschied ich mich trotz meiner großen Liebe zu Fußball für das Zweite. Während dieser ersten Halbzeit bekamen wir, die sich für das Zweite entschieden hatten, die berühmte Kathedrale Notre-Dame zu sehen. Vor dem Rathaus „Hotel de Ville“ sahen wir eine Demonstration stattfinden. Zwischendurch fragten wir fremde Leute, wie der Spielstand zu der Zeit war und waren glücklich, als wir 1 zu 0 für Deutschland als Antwort hörten. Auch überquerten wir Brücken, die über den Fluss „Seine“ führen, und fuhren mit dem Bus zum „Place du Pompidou“, welches ein Künstlertreff ist. Zu sehen war dort das „Centre Georges Pompidou“, ein Gebäude aus Glas und Stahl. Es ist ein Museum für zeitgenössische Kunst. Mit dem Bus fuhren wir zum Eiffelturm zurück um das Fußballspiel anzusehen und suchten uns gute Plätze. Das war nicht sehr leicht, da wir nicht die einzigen Zuschauer waren. Gebannt sahen wir das Spiel an und bekamen drei Tore der Deutschen zu sehen. Der Jubel war groß und anscheinend waren sowohl sehr viele Franzosen für Deutschland, als auch die vielen Deutschen, die dort waren. Nach dem Spiel hatten auch viele Leute Tränen in den Augen. Nachdem alle wieder zusammengekommen waren, besuchten wir noch einmal Notre-Dame und konnten in Gruppen Geschäfte besuchen. Wir waren nach so vielen Stunden in Paris auf der Suche nach Essen. Bäckereien und Konditoreien, wie wir sie kennen, waren jedoch nicht vorzufinden. Schließlich hatten wir keine Zeit mehr zusammen eine Bootsfahrt zu machen und auf den L'Arc de Triomphe zu gehen um den Eiffelturm in der Nacht mit Lichtern erleuchtet zu sehen. Die Fahrt nach Hause musste angetreten werden und müde kamen wir zu Hause an.
Ich hätte nie gedacht, dass sich ein Tag in Paris so lohnen würde. So vieles haben wir an einem Tag unternommen und besichtigt. Unser Highlight war sowohl das 4 zu 0 für Deutschland als auch ganz Paris mit den vielen Sehenswürdigkeiten.
Gül Nur Bozkurt

